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1. EMPFINDUNG
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1.1 Gefuehls-Toenung
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Betrachtet man uebliche Grautonbilder (Bild 1.1-a), dann empfaengt man eine ordentliche Menge Information ueber Strukturen, Reflexionsfaktorverteilung und Beleuchtung innerhalb der Szene.

    Bild.1.1-a: graue Fotos (99 kByte)

Jetzt aber fuegen wir die Farbinformation hinzu (Bild 1.1-b), und die Dinge aendern sich dramatisch. Die Bilder nehmen eine Gefuehlsqualitaet an, die unser Bewusstsein unmittelbar anruehrt, wie etwa Geruch oder Geschmack.

    fig.1.1-b: farbige Fotos (61 kByte)

Sicher war es diese gefuehlsmaessige Faszination, die damals auch unseren "Dichterfuerst" Goethe zum Erforschen von Farben gefuehrt hat. Er untersuchte vor allem selbstbeobachterisch den Einfluss von Farben auf seine Empfindung. Obwohl er nun heute laecherlich wirkt in seinem damaligen Disput mit zeitgenoessischen Physikern, so ist dennoch sein Farbenkreis (Bild 1.1-c) beruehmt und allgegenwaertig bis heute. In diesem Kreis hat er nahverwandte Farben benachbart angeordnet, waehrend Farbpaare mit starkem Farbkontrast einander gegenueberstehen.

    Bild 1.1-c: Goethes Farbenkreis (16 kByte)

Die Wichtigkeit dieses Kreises:
* Kuenstler lieben dies Bild
* additives und subtraktives Farbmischen (Abschn. 3.1 und 3.2) basieren beide auf Dreiecken, die ich mit RGB und CMY in Bild 1.1-c gekennzeichnet habe
* sogar etliche moderne Farbma▀systeme (Abschn. 1.3) sehen aus, als seien sie aus diesem Kreis entwickelt worden.


Link List und Literatur
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Gegenstand benutzt in Quelle
3 Fotos Bild 1.1-a und -b Beispielbilder aus Microsoft Windows XP
Goethes Farbenkreis Bild 1.1-c Daten aus:
Johannes Pawlik 1983: Goethe Farbenlehre;
Tafel 6 und Tabelle Seite 57

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Letzte Aenderung 24.6.2004 22:27