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Aufsatz "Farbe" (Fortsetzung)

2. PHYSIKALISCHE REALITAET
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Wenn wir farbiges Licht mit den Mitteln der Physik betrachten, dann beschraenken wir die Sichtweise nicht auf die tristimulus Systeme, die im Abschnitt 1.3 Farbempfindung messen beschrieben sind.
Sondern wir betrachten, wie die Lichtenergie verteilt ist ueber die verschiedenen Wellenlaengen, also ueber das "Spektrum" (oder mindestens ueber seinen sichtbaren Teil).


2.1 Spektralbereich der Augenempfindlichkeit
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Wir kennen einen ganz schoen weiten Bereich elektromagnetischer Wellen. Der sichtbare Bereich ist davon nur ein schmaler Ausschnitt:

    Bild 2.1-a: Sichtbarer Teil des el.-magn. Spektrums (12 kByte)

Innerhalb dieses schmalen Bereichs hat man gemessen, wie sich die Augenempfindlichkeit mit der Wellenlaenge veraendert. (Das hat uebrigens gezeigt, wie schoen die Evolution den Augenempfindlichkeits-Spektralveraluf an die spektrale Emission der Sonne angepasst hat; die letztere vertreten durch "Planck@5500K"):

    Bild.2.1-b: V(lambda) (13 kByte)

In unserem Zusammenhang wirkt diese Messung ein bisschen roh, beruecksichtigt sie doch nur "Helligkeit" ohne Farbe.

Sie wissen natuerlich schon, dass Farb-Empfindung verknuepft ist mit den unterschiedlichen Spektralverlaeufen der Empfindlichkeit der 3 Zaepfchentypen in unserer Retina; ich habe das schon gezeigt in Bild 1.2-c von Abschn. 1.2 "Neurologische Fakten".
Auf diese Weise sehen wir rote Farben am langwelligen Ende des sichtbaren Spektrums. Geht man weiter zu den kuerzeren Wellenlaengen, dann folgen die Farben Orange - Gelb - Gruen - Blau - Violett.

All diese Empfindlichkeit ist beschraenkt auf den Wellenlaengenbereich von etwa 380 bis 780 Nanometer. Die angrenzenden kuerzeren Wellenlaengen heissen "Ultraviolett" (UV); die laengeren "Infrarot" (IR).




Link List und Literatur
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Gegenstand benutzt in Quelle
el.-magn. Spektrum Bild 2.1-a Farblexikon von Colour Control
V(lambda) Bild 2.1-b V(lambda)-Daten aus:
DIN 5031 T.3 (Maerz 82) Tab. 2


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Letzte Aenderung 26.11.2004