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Aufsatz ueber Farbe, Abschn. 2, Physikalische Realitaet (Fortsetzung)


2.5 Dispersion
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Wenn weisses Licht aus vielen Wellenlaengen besteht, dann sollte es auch moeglich sein, das mit Mitteln der Physik vorzufuehren. Das geht tatsaechlich. Bei der "Dispersion" wird weisses (oder farbiges) Licht in seine Wellenlaengen-Komponenten zerlegt. Mit Prismen oder Gittern kann man diese Dispersion zeigen.


2.5.1 Dispersion des Prismas
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    fig.2.5.1: Newton's prism experiment (43 kByte)

Mit einer sehr fernen Lichtquelle und zwei engen Spaltblenden erzeugte Newton ein Buendel weissen Lichtes. Der Buendelquerschnitt hatte die Form eines sehr schlanken Rechtecks.
Dieses Buendel wurde mit einem dachfoermigen Glasprisma gebrochen.

Sicher wissen Sie, dass
* beim Uebergang von Luft in Glas das Licht zur Normalen auf der Glasoberflaeche hin gebrochen wird;
* beim Uebergang von Glas in Luft das Licht von der Normalen auf der Glasoberflaeche weg gebrochen wird;
* die Groesse des Brechungswinkels abhaengt vom Unterschied der Brechungsindizes.
Letztlich wird dadurch das Strahlenbuendel zur Prismen-Grundflaeche hin gebrochen.

Der Trick ist aber, dass der Brechungsindex des Glases (er betraegt etwa 1,5) mit wachsender Lichtwellenlaenge abnimmt. Deswegen wird blaues Licht staerker gebrochen, als rotes Licht ... und ein Spektrum wird ausgebreitet.

Auf dem Bildschirm wird jede monochromatische Farbe so breit dargestellt, wie auch das weisse Buendel waere, wenn es dieselbe Entfernung zurueckgelegt haette. Aber der monochromatische Farbstreifen der benachbarten Wellenlaenge liegt nicht nur nahe dabei, sondern direkt anstossend. Deswegen kann man durch engere Spaltblenden erreichen, dass die Wellenlaengen besser getrennt und damit die Farben hoeher gesaettigt werden. (Und zugegebenermassen, dass das Spektrum lichtschwaecher wird.)




Link List und Literatur
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Gegenstand benutzt in Quelle
Newtons Experiment Bild 2.5.1 York University (Kanada):
"The joy of visual perception" by Peter K. Kaiser


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Letzte Aenderung 29.3.2003 23:12