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L I C H T   M E S S E N   (Fortsetzung)
4. RADIOMETRISCHE MESSUNGEN   (Fortsetzung)



4.3 Radiometrie in der Lichtempfangsebene
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Der Strahlungsfluss  (Phi) , siehe Abschn. 4.1.1, ist natuerlich derselbe im Strahlbuendel, bei der Quelle und bei der Senke.
Trotzdem sind aber die verschiedenen Arten von Flussdichten und -Verteilungen von unterschiedlichem Interesse im Strahlbuendel / bei der Quelle / bei der Senke. Wir wollen uns nun der Senke naehern und nach der Bestrahlungsstaerke schauen, die wir dort bekommen:



4.3.1 Bestrahlungsstaerke  E
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Schlagwoerter:
RAEUMLICHE FLUSSDICHTE | EMPFANGENER FLUSS | DOSISRATE | UEBERFUELLTE APERTUR | VERWENDUNG ANDERER INSTRUMENTE


Beschreibung, Definition, Einheit:

Bestrahlungsstaerke  E  ist ein ziemlich einfaches Konzept, sehr aehnlich wie die spezifische Ausstrahlung  M  (Abschn. 4.2.1):

Wie spezifische Ausstrahlung  M , so ist auch Bestrahlungsstaerke  E  eine RAEUMLICHE FLUSSDICHTE. Sie ist insgesamt EMPFANGENER FLUSS pro Empfaengerflaeche:

          E = (Phi) / A2

Mit "insgesamt" EMPFANGENEM FLUSS meine ich den Fluss, der aus allen Richtungen des Raumes eintrifft.
Das stellt kein Problem dar, wenn die Detektor-Apertur Ihres Instruments sehr matt ist, wie etwa die Russ-Schicht, die in einigen Bolometern und Thermoelementen verwendet wird.
Wenn aber die Reflexionseigenschaften Ihres Detektors eine Glanzkomponente enthalten, dann ist Kosinuskorrektur (Abschn. 4.3.3) noetig.

Die bei der Bestrahlungsstaerke  E  anzuwendende Einheit ist
      Watt pro Quadratmeter = W / m^2

Es ist genau dieselbe Einheit, wie bei der spezifischen Ausstrahlung  M  (Abschn. 4.2.1); man muss also aufpassen, wenn man der Einheit allein begegnet und der Groessen-Name dabei nicht genannt ist.


Anderer Name:

In Photochemie, Phototherapie und Photobiologie gibt es laut (1) fuer "Bestrahlungsstaerke" auch den Namen "DOSISRATE".


Messverfahren:

Die empfindliche Apertur Ihres Detektors muss vollstaendig gefuellt sein; noch besser ist UEBERFUELLTE APERTUR. Anderenfalls geht das Bestrahlungsstaerke-Messgeraet davon aus, dass homogene Bestrahlungsstaerke in einem Feld herrsche, das groesser ist, als das wirklich bestrahlte. Und dadurch wuerde die Bestrahlungsstaerke-Ablesung zu niedrig ausfallen. Bild 4.3.1 zeigt's auf Kochbuch-Weise.

Bild 4.3.1: richtig ueberfuellter Detektor (22 kByte)

Brauchen wir wirklich ein spezielles Bestrahlungsstaerke-Messgeraet, oder ist die VERWENDUNG ANDERER INSTRUMENTE moeglich? - Sie ist moeglich.
Wenn Sie ganz genau die Groesse der empfindlichen Aperturflaeche Ihres Strahlungsfluss-Messgeraetes ("Radiometer", "Strahlungsleistungsmesser") kennen, dann nehmen Sie eine Flussmessung auf (bei UEBERFUELLTER Empfaenger-APERTUR!) und teilen dies Mess-Ergebnis durch die Empfaenger-Aperturflaeche. Schnell und einfach.


Link und Literatur:
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Gegenstand benutzt in Quelle
Name "Dosisrate" Textreferenz (1) Publication CIE No. 17.4 (1987)
"Internationales Woerterbuch der Lichttechnik"
Abschn. 06-25, Seite 170
Commission Internationale de l'Éclairage
(= Internationale Beleuchtungskommission),
Kegelgasse 27, A-1030 Wien, Austria


Fortsetzung: 4.3.2 Bestrahlung  H

Inhalt (ganzer Aufsatz)

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Letzte Aenderung 21.3.2004 22:35