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OBJEKTIVE PROFESSIONELL ANGEWANDT (Fortsetzung)

1. Optomechanischer Aufbau (Fortsetzung)


1.2 Groessen und Vergroesserung
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Aus Abschnitt 1.1 sehen wir, dass wir zu jeder Gegenstandsweite  g
(solange sie groesser als  f  ist)
eine zugehoerige ("konjugierte") Bildweite  b  bekommen,
bei der das Bild scharf und klar ist.
Und wir wissen: je laenger wir  g  waehlen, desto kleiner wird das Bild. ... Wie klein?

Sehen Sie bitte nochmal auf Bild 1.1 in Abschnitt 1.1. Betrachten Sie den Hauptstrahl und die obere Haelfte  G/2  der Gegenstandsgroesse  G .
Der Hauptstrahl ist und bleibt grade. Deswegen nimmt  G/2  linear zu mit zunehmender Gegenstandsweite  g :
      G/2  =  k * g     -->     G  =  2 * k * g

Und der Hauptstrahl bleibt sogar grade, wenn er die Linse durchdringt; deshalb gilt dieselbe Beziehung fuer das Bild:
      B/2  =  k * b     -->     B  =  2 * k * b

Nun moechten wir ja wissen, mit welchem Massstab  m  der Gegenstand abgebildet wird. Wir teilen also die Bildgroesse durch die Gegenstandsgroesse:

        m  =  B / G  =  b / g           (2)


Einige Leute lieben es, mit Vorzeichen die beiden Richtungen auf der optischen Achse zu kennzeichnen. Wenn wir uns dem anschliessen, wird  m  negativ. Was dann auch bedeutet, dass das Bild auf dem Kopf steht.


Nachdem wir die Bildweite  b  aus Gegenstandsweite  g  und Brennweite  f   mit Gleichung (1) errechnet haben, koennen wir also jetzt den Abbildungs-Massstab  m  mit Gleichung (2) errechnen.



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Letzte Aenderung 15.7.2004 22:52